Kamerun - das Land und seine Menschen

Zugleich kämpft Kamerun mit manchen Schwierigkeiten: Das Nach- und Nebeneinander deutscher, britischer und französischer Kolonialherrschaft führt zu zwei offiziellen Landessprachen – beide europäisch (auch das einmalig in Afrika). Fragwürdige europäische Großprojekte in den 80er und 90er Jahren haben zu einer massiven ökonomischen Belastung des einmal reichen Landes geführt. Eine explodierende Korruption auf allen Ebenen der Gesellschaft hat Kamerun vor der Jahrtausendwende an die Spitze der korruptesten Länder von Transparency International geführt. Mühsam wird heute die Korruption bekämpft, leider manchmal nur mit geringem Erfolg.

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Keine Chicken schicken

Die Hühnchenkampagne

Heute hat Kamerun wie viele afrikanische Länder unter subventionierten EU-Agrarexporten zu leiden. Dass hier aber erfolgreiche Veränderungen möglich sind, hat die Kampagne „keine Chicken schicken“, unterstützt unter anderem vom eed, gezeigt: Einerseits wurden Nichtregierungsorganisationen in Kamerun unterstützt, die im Land für gesetzliche Regelungen gegen die Einfuhr von tiefgefrorenen Hühnchenteilen sorgten. Auf der anderen Seite wurde von mehreren europäischen Partnern Lobbyarbeit im Europaparlament gegen diese unsinnige Exportpraxis geleistet. Erfolgreich konnte so der Import von tiefgefrorenem Hühnerfleisch in Kamerun stark reduziert – und Bauern eine faire Chance auf die Vermarktung ihrer eigenen Produkte gegeben werden.

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