Namibia

Namibia hat etwa 1,6 Millionen Einwohner und ist etwa doppelt so groß wie Deutschland. Windhoek als Hauptstadt hat etwa 120.000 Bewohner. Ökonomisch wird Namibia v.a. durch Landwirtschaft und Fischerei geprägt. Es gibt kaum ein Land in Afrika, das so stark durch die kurze, deutsche Kolonialzeit geprägt wurde wie Namibia. Dies ist auch ein Grund für die besonders exponierte Stellung Namibias im Rahmen der deutschen, staatlichen Entwicklungszusammenarbeit. Bis zum Jahre 2007 leistete die BRD etwa 500 Millionen Euro an staatlicher Entwicklungshilfe.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen über die London Mission Society, die Rheinische Mission, über finnische und katholische Organisationen christliche Missionare ins Land. Aus der Mission entstanden unterschiedliche Kirchen. Die größte Kirche Namibias ist die finnischstämmige Evangelical Lutheran Church in Namibia - ELCIN. Aus der Rheinischen Mission entstand die Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia - ELCRN, die heute Partnerkirche der EKvW, der EKiR und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) ist.

 

 

Westfalens Partnerkirche - die ELCRN

Zur Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia (ELCRN) gehören heute ca. 430.000 Menschen, 55 Gemeinden und 6 Kirchenkreise mit derzeit 5 nebenamtlichen Dekanen und Dekaninen. Geleitet wird die Kirche seit 2002 von Bischof Dr. Zephania Kameeta und einer Kirchenleitung, die gemeinsam mit der kirchlichen Verwaltung ihren Sitz in der Hauptstadt Windhoek hat. Bereits 1959 erreichte die ELCRN ihre Unabhängigkeit.  Sehr früh in den 70er Jahren konnten bereits Frauen ordiniert werden. Geprägt wird die Kirche durch ein starkes, soziales Engagement.

 

 

Das Engagement für ein Grundeinkommen

Vor ein paar Jahren wurde auf Initiative der ELCRN in dem kleinen Dorf Omitara/Orjivero 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt ein Pilotprojekt zu einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle Bewohner gestartet. Durch 10,-€ monatliche werden Menschen bei der Bewältigung ihres Lebens unterstützt und zugleich ermächtigt, wirtschaftlich aktiv zu werden und so eine Perspektive für ihr eigenes Leben zu gewinnen. Das Pilotprojekt ist erfolgreich abgeschlossen. Nun gilt es politische Überzeugungs- und Lobbyarbeit zu leisten, um eine nationale Umsetzung durch die Regierung Namibias zu erreichen.

Weitere Informationen zur Namibia-Partnerschaftsarbeit in der EKvW gibt gerne: Ute Hedrich, Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung, Olpe 35, 44135 Dortmund.

Weiterhin verantwortlich sind Beate Heßler, insbesondere für die Kirchenkreispartnerschaften in Tecklenburg und Unna sowie Dietrich Weinbrenner für die Kirchenkreispartnerschaft des KK Lünen.

 

 

Ansprechpartnerin für Namibia ist Pfarrerin Ute Hedrich, 0231 540974, ute.hedrich@moewe-westfalen.de