Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen

Im Juni 2010 schlossen sich die zwei reformierten Weltbünde "Reformierter Weltbund" und der "Reformierte Ökumenische Rat" zu einer neuen, großen Weltgemeinschaft zusammen.

Pfarrerin Beate Heßler, MÖWe-Regionalpfarrerin für die Kirchenkreise Hamm, Unna, Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borgken und Tecklenburg berichtet.

Mehr als 80 Millionen reformierte Christen in 108 Ländern wurden zusammengeschlossen, als am 18.6.2010 der Reformierte Weltbund und der Reformierte Oekumenische Rat ihre Vereinigung zur Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen beschlossen. Entstanden ist so eine Gemeinschaft reformierter, presbyterianischer, kongregationalistischer und unierter Kirchen. An der Generalversammlung in Grand Rapids, USA, nahmen einschließlich der Gäste, Beobachter und Stabsmitglieder 700 Teilnehmer teil. Die etwa 400 Delegierten der 230 Mitgliedskirchen der WGRK verabschiedeten mehrere Grundsatzerklärungen. Fast alle Dokumente spiegelten die zwei Schwerpunkte der Tagung: „zur Gemeinschaft berufen, der Gerechtigkeit verpflichtet“. 71 eingeladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde die Einreise in die USA verweigert. Einen Tag lang widmete sich die Vereinigende Generalversammlung der neu gegründeten Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) ganz den indigenen Bewohnern Nordamerikas und ihrer von den christlichen Kirchen wesentlich mitgeprägten Leidensgeschichte. Repräsentanten der Stämme der «drei Feuer», die in der Region Grand Rapids, Michigan, ansässig sind, empfingen die Mitglieder der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen im Zentrum von Grand Rapids, im Ah-Nab-Awen Park mit einem rituellen Pow Wow. Richard Twiss, Vertreter des Lakota/Sioux-Volkes sagte in seiner Ansprache: „Unsere Identität ist ständig gefährdet, nimmt neue Gestalt an, wird neu definiert oder verändert durch die hegemonialen Vorstellungen des dualistischen Christentums, des amerikanischen Patriotismus oder des evangelikalen Individualismus, während wir bemüht sind, eine Balance in der modernen technischen Welt zu finden, in der wir als indigene Völker leben“. 

 

Einen Tag lang widmete sich die Vereinigende Generalversammlung der neu gegründeten Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WRK) ganz den indigenen Bewohnern Nordamerikas und ihrer von den christlichen Kirchen wesentlich mitgeprägten Leidensgeschichte. Repräsentanten der Stämme der «drei Feuer», die in der Region Grand Rapids, Michigan, ansässig sind, empfingen die Mitglieder der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen im Zentrum von Grand Rapids, im Ah-Nab-Awen Park mit einem rituellen Pow Wow. Richard Twiss, Vertreter des Lakota/Sioux-Volkes sagte in seiner Ansprache: „Unsere Identität ist ständig gefährdet, nimmt neue Gestalt an, wird neu definiert oder verändert durch die hegemonialen Vorstellungen des dualistischen Christentums, des amerikanischen Patriotismus oder des evangelikalen Individualismus, während wir bemüht sind, eine Balance in der modernen technischen Welt zu finden, in der wir als indigene Völker leben“.   Mittels des schon bewährten Konsens-Prinzips legte sich die neue Gemeinschaft reformierter Kirchen auf ein Programm für die Zusammenarbeit fest. Das gemeinsame Verständnis und die Gestaltung der neuen Gemeinschaft, die Verpflichtung zur Mission und das Bündnis für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit werden dabei im Mittelpunkt stehen.

Weitere Informationen im Internet unter: http//www.reformedchurches.org/index-german.html