Eine Welt und Entwicklungspolitik

 

"Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach."

Amos 5, 24

Wirtschaft und fairer Handel

Der Welthandel boomt, riesige Finanzströme werden täglich weltweit bewegt. Die Globalisierung schreitet rasant voran. Nicht alle Menschen profitieren davon. Menschen schuften zu Hungerlöhnen in Textilfabriken oder Steinbrüchen. Produktionsstätten werden verlagert, wenn Löhne steigen oder soziale Standards verschärft werden. Die Finanzmärkte orientieren sich allein an kurzfristiger Gewinnmaximierung, egal welche Folgen dies für Menschen und Umwelt hat. Die Wirtschaft braucht soziale und ökologische Leitplanken, damit sie dem Wohl aller Menschen dient und eine "Wirtschaft im Dienst des Lebens" ist.

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Gesundheit und soziale Sicherung

"Ich bin gekommen, damit sie Leben in Fülle haben" (Joh 10,10). Dazu gehört unabdinglich Gesundheitsfürsorge einschließlich HIV und AIDS, soziale Sicherung, Geschlechtergerechtigkeit und vieles mehr. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben ca. 1,2 Milliarden Menschen in extremer Armut. Sie haben weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Das hat massive Folgen für die Gesundheit. Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte: "The biggest enemy of health in the developing world is poverty." "Der größte Feind von Gesundheitsfürsorge in den Entwicklungsländern ist Armut."

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Umwelt und Entwicklung

Menschenrechte werden immer häufiger verletzt, weil die Umwelt zerstört und den Menschen der Zugang zu den natürlichen Gütern wie Wasser und Boden verwehrt wird. Auf Sojafeldern in Argentinien werden Pestizide versprüht, die zu schweren Missbildungen bei Menschen führen. Wenn Wälder für Eukalyptus- oder Palmölplantagen verschwinden, wird die Lebensgrundlage der Menschen vernichtet, die in und von dem Wald leben. Besonders die Ärmsten der Armen sind betroffen. Umweltschutz ist für Menschenrechte und Menschenwürde ein dringendes Gebot. Deutschland steht dabei aufgrund seiner Rohstoffimporte und den mitverursachten Klimawandel in besonderer Verantwortung.

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Flucht und Fluchtursachen

Etwa 60 Millionen Menschen flüchten derzeit weltweit vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, Armut oder klimatischen Bedingungen. Das sind so viele wie niemals zuvor. Der größte Teil der Vertriebenen bleibt im eigenen Land, weniger als ein Prozent der Geflüchteten ist zu uns nach Deutschland gekommen. Trotzdem ist das Schicksal von geflüchteten Menschen aus unserem Alltag und aus den Medien nicht mehr wegzudenken. Viele Bürger engagieren sich, manche sorgen sich, und es fällt immer häufiger der Begriff Fluchtursachen. Warum müssen so viele Menschen fliehen?

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Der Kirchliche Entwicklungsdienst

Die Evangelische Kirche von Westfalen engagiert sich für die Überwindung von Not und Hunger, für mehr Gerechtigkeit weltweit, für eine "Wirtschaft im Dienst des Lebens". Dafür fördert sie über den Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED) Projekte in Asien, Afrika und Lateinamerika. Desweiteren ist es ein Anliegen das Verständnis für die Ursachen weltweiter Ungerechtigkeit zu fördern und Handlungsmöglichkeiten für eine gerechtere Welt aufzuzeigen. Mit eigenen Bildungsangeboten und Förderung von entwicklungspolitischen Gruppen und Initiativen trägt der Kirchliche Entwicklungsdienst dazu bei.

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