Arbeitskreis gegen Kinderprostitution und Menschenhandel

Der Arbeitskreis gegen Kinderprostitution und Menschenhandel (AK KiPro) ist eine engagierte Gruppe von Menschen aus der westfälischen Kirche. Mitarbeitende aus Beratungsstellen für die Opfer von Zwangsprostitution und Menschenhandel,  Pfarrerinnen und Pfarrern und kirchlichen Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Teilen unserer Landeskirche haben sich im Arbeitskreis zusammengeschlossen, um über Kinderprostitution und Menschenhandel zu informieren und konkrete Zeichen dagegen zu setzen durch Unterstützung von Projekten und Programmen, die warnen, wahrnehmen und helfen.

Der Arbeitskreis gegen Kinderprosititution und Menschenhandel trifft sich drei- bis viermal im Jahr, um aktuelle Informationen zu den Themenbereichen Kinderprostitution, Menschenhandel und Kinderpornographie weiterzugeben und zu analysieren, Projektanträge zu analysieren und gegebenenfalls die Vergabe von Mittel zu beschließen. Der Kreis arbeitet dabei viel und eng mit Projekten vor Ort zusammen - beispielsweise im Kongo, in Indonesien, Südafrika, Tansania, den Philippinen, aber auch in Osteuropa und hier in Deutschland.

Kollekte am Sonntag Okuli für AK KiPro

Durch einen Teil der Kollekte am Sonntag Okuli bekommt der AK Mittel, die an unterschiedliche Projekte in Kirchen oder auch an soziale Organisationen vergeben werden. Die Mittel sind nicht so hoch – oft ist es eine Anschubfinanzierung und wir helfen dann bei der Suche nach weiteren Finanzquellen. Durch die vier spezialisierten Beratungsstellen im Bereich Opfer von Menschenhandel und Jugendliche in der Prostitution (Mitternachtsmission, Nadescha-Frauenhilfe, Eine Welt Zentrum Herne und DW Mark-Ruhr) kommt aber auch immer wieder die konkrete Arbeit vor Ort in Westfalen zu Sprache. Sei es die Afrikanerinnen, die nach Dortmund verschleppt wurden,  oder die so genannten Loverboys, die Mädchen im Schulalter von sich abhängig machen und sie später in die Prostitution zwingen.

Kolab aus Kambodscha überlebte den Menschenhandel

Aufklärungsarbeit, öffentliche Veranstaltungen, Themenreihen – dies gehört auch zu unserem Wirken im AK, und alle Mitglieder sind ansprechbar auf Vorträge und andere Veranstaltungen. Auch wünschen wir uns neue Mitglieder – gerne aus allen Teilen Westfalens – mehr Infos zu uns auch auf unserem Flyer. Aber wir freuen uns auch für Spenden, denn es warten immer ein paar Anträge auf neue Finanzierung, die wir gar nicht alle bedenken können. Bei all dieser Arbeit wissen wir uns unterstützt von SpenderInnen, denen die Sache der Kinder ans Herz gewachsen ist, aber auch direkt von der UN-Kinderkonvention, die im Paragrafen 34 deutliche Schritte einfordert.

Damit es weniger solche Fälle gibt wie den aus Kambodscha von Kolab:

"Sie zwangen mich mit mehr als 50 Männern am Tag zu schlafen. Ich musste dem Zuhälter das ganze Geld geben. Falls ich nicht ein bestimmte Summe am Tag erwirtschaftete bestrafen sie mich damit, dass sie meine Kleider auszogen und mich solange schlugen bis ich ohnmächtig wurde, die versetzten mir Stromschläge und verletzten mich."

(Englischsprachige Fassung bei "Equality now").

Der AK KiPro ist auch Mitglied von ECPAT (oder englischsprachige Fassung). Einen Bericht über Kinderprostitution auch in Deutschland hat die Deutsche Welle auf ihrer Internetseite. Das Amt für MÖWe hält Gottesdienstmaterialien bereit – die Kollektenempfehlung für 2014 bezieht sich auf den 23. März 2014. Der Arbeitskreis gegen Kinderprostitution und Menschenhandel hat für seine Mittel Antragsformulare in deutscher, englischer und russischer Sprache gibt es ebenso zum Herunterladen wie Finanzierungsplanungen deutsch und englisch sowie eine Gebrauchsanweisung, einen Verwendungsnachweis und eine kleine Einführung zum Antrag. 

Weitere Informationen im Flyer.