Textilien

Am 24. November 2012 brach in der Textilfabrik TazreenFashions Ltd. in Dhaka, Bangladesh ein Feuer aus, bei dem 112 Arbeiterinnen ums Leben kamen. Sie starben bei verzweifelten Sprüngen aus dem Fenster oder verbrannten bei lebendigem Leib. 200 Arbeiterinnen wurden verletzt. In dieser Fabrik wurde für internationale Konzerne produziert, unter anderem auch für KiK und C&A.

Opfer des Fabrikeinsturzes in Dakha vom 24. April 2013 (Foto: clean clothes campaign)

Das Unglück bei TazreenFashions ist kein Einzelfall. Im September 2012 verloren über 300 Menschen bei einem Fabrikbrand in Pakistan ihr Leben. Dort war das Unternehmen KiK Haupteinkäufer. Am 24. April 2013 stürzte ein Fabrikhochhaus in Dahka, Bangladesh ein. 1126 Menschen starben, Tausende wurden verletzt. Auch hier hat unter anderem KiK produzieren lassen.

Die Arbeitsbedingungen in den Weltmarktfabriken sind seit Jahrzehnten bekannt: unsichere Arbeitsplätze, Löhne unter dem Existenzminimum, die zu exzessiven Überstunden zwingen, keine freie gewerkschaftliche Betätigung. Es ist klar, dass bei dem Preis für eine Fleecejacke von 3,99 Euro oder bei einem Kinder-T-Shirt für 2,59 Euro kaum noch etwas für die Arbeiterin übrigbleibt, die diese Produkte hergestellt hat. Doch auch hochpreisige Produkte werden oft unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen hergestellt. Es ist also notwendig, beim Einkauf genau hinzusehen und, sich zu informieren.

Weitere Informationen gibt es bei der Kampagne für Saubere Kleidung und der Christlichen Initiative Romero mit Details zu Siegeln und Labels sowie in einer Publikation des Südwind-Instituts (pdf) für Ökonomie und Ökumene.

Ansprechpartner für das Thema Ausbeuterische Arbeit: Textilien ist

Dietrich Weinbrenner

02302 912346

dietrich.weinbrenner@moewe-westfalen.de