Westfalen ist in den letzten Jahrzehnten interkultureller und interreligiöser geworden. Neben Christinnen und Christen unterschiedlichster Konfessionen sind ebenfalls Muslime, Jüdinnen, Hindus, Buddhistinnen, Jeziden, Alevitinnen, Bahai, Sikhs und Gläubige anderer religiöser Gruppierungen zugewandert. Sie treffen in vielen Fällen auf Gläubige ihrer je eigenen Religionen, die schon lange in Deutschland ansässig sind. Begegnungen mit Menschen anderen (und keinen) Glaubens gehören damit zum Alltag evangelischer Christinnen und Christen. Religiöse Pluralität ist ein Thema geworden, auf das Kirche reagiert und das im Rahmen von Mission, Ökumene und kirchlicher Weltverantwortung reflektiert wird.

Der interreligiöse Dialog hat dabei schon eine gute Tradition in Westfalen, an der viele Christinnen und Christen beteiligt sind. Neben alltäglichen Begegnungen gibt es den gezielten Austausch zu gesellschaftlichen und religiösen Fragen sowie Kooperationsprojekte, die gemeinsam die gesellschaftlichen Herausforderungen angehen. Der interreligiöse Dialog kann zwar nicht alle Herausforderungen einer Migrationsgesellschaft meistern. Andererseits ist aber genauso klar: Ohne das Gespräch der Religionen wird es erst recht nicht gelingen.