Mobile Kliniken bringen die Gesundheitsversorgung zu den Menschen

Projekt "Kirche und Wirtschaft gegen HIV/AIDS" mit neuen Erfolgen

Wenn der Mensch nicht zum Krankenhaus kann, dann bringen wir eben die Klinik zu den Menschen, dachten sich die Landeskirchen in NRW und vor Ort in Südafrika und setzen sich für den Erwerb von mobilen Kliniken ein. Mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW, das eine Partnerschaft zur Provinz Mpumalanga pflegt, wurde die erste rollende Krankenstation 2010 gespendet. Ende April wurde nun die neue, dritte mobile 'Health Unit' vorgestellt. Anfang des Jahres 2012 hatte der Stiftungsvorstand (Trust Board) und der Internationale Steuerungskreis von "Kirche und Wirtschaft gegen HIV& AIDS" in Johannesburg, Südafrika getagt und über die nächsten Schritte zur Intensivierung der Zusammenarbeit der Partner aus Kirche und Wirtschaft im Kampf gegen Aids in Südafrika beraten. OKR Dr. Möller vertritt die Landeskirchen in NRW sowie die Partner der Waldenserkirche im Stiftungsvorstand.

Das Leben der Menschen nachhaltig verbessert

Ende April konnten sich die Teilnehmenden der Delegation des Mpumalanga Forums von NRW überzeugen, welche Fortschritte bei der Basisgesundheitsfürsorge im ländlichen südlichen Teil der Partnerprovinz durch das Projekt "Kirche und Wirtschaft gegen HIV & AIDS" gemacht werden. Im Beisein der Delegation wurde die neue, dritte mobile Health Unit vorgestellt: HIV und AIDS Beratung und HIV-Tests, Gesundheitsfürsorge, Impfprogramme, Tuberkulose-Tests und Behandlung und vieles andere werden nun auf weiteren 40 Farmen zugänglich sein und das Leben von Menschen nachhaltig verbessern.

Mit ca. 23.000€ haben die EkvW, EKiR und die waldensische Kirche Italien die neue mobile Gesundheitsstation gefördert, weitere 20.000€ hat die Staatskanzlei des Landes NRW beigetragen. Vor Ort hat es der Projektpartner "Thol'ulwazi Thol'implio", ein Zusammenschluß von engagierten Christen/innen aus den drei lutherischen Kirchen (der sogenannten schwarzen wie weißen lutherischen Kirche und der Selbständigen Lutherischen Kirche), geschafft, dass das Stigma rund um HIV und AIDS gebrochen wurde, dass Menschen mittlerweile durch die ersten zwei mobilen Kliniken sogar die lebensrettenden AIDS-Medikamente vor Ort bekommen und viele der begleitenden Krankheiten (z.B. TB) jetzt behandelt werden.

Gesundheitsfürsorge vor Ort

Kirchen arbeiten vor Ort mit der großen Gemeinschaft der kommerziellen Farmer, wie auch mit dem internationalen Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie, Mondi, zusammen. Die jetzt eingeführte dritte Gesundheitsstation wird Ländereien von Mondi wie auch von privaten Farmern anfahren - Gegenden, in denen es keine Gesundheitsfürsorge vor Ort gibt.Die nach Mpumalanga gereiste NRW-Delegation wurde von einem Mitglied der Staatskanzlei, Christoph Gisen, begleitet. Der Vorsitzende des Mpumalanga-Forums, Dr. Peter Markus, wie auch die Geschäftsführerin, Vera Dwors, und die für "Kirche und Wirtschaft gegen HIV &AIDS" zuständige MÖWE-Pfarrerin Ute Hedrich waren Teil der aus Wirtschaft, Kirche, NGOs und universitären Kontext bestehenden Delegationsgruppe.

Vor-Ort-Bericht und Fotos von Tina Adomako

 

 

 

 

Auf den Spuren der Hugenotten

Studienreise vom 6.10. bis 13.10.2012

Die Westfälische Missionskonferenz bietet in Kooperation mit dem Amt für MÖWe eine Studienreise "Auf den Spuren der Hugenotten" an. Von Sommières aus werden Orte aufgesucht, an denen die Geschichte, aber auch die aktuellen Herausforderungen der protestantischen Kirchen in Frankreich nachvollziehbar werden.Geplant sind Gespräche mit Kirchenmitgliedern sowie Ausflüge zu den geschichtsträchtigen Stätten in den Cevennen, in Aigues-Mortes und bei der CEVAA in Montpellier. Weitere Informationen zur Reise finden Sie im Flyer, der hier zum Download bereit steht. Anmeldungen richten Sie bitte an Elke Schütte, Tel. 0231-540978, E-mail: elke.schuette@moewe-westfalen.de